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Die 3 Pflegestufen

Pflegestufe 1

Eine "erhebliche Pflegebedürftigkeit" beginnt für Menschen, die für mindestens zwei Verrichtungen aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität Hilfe bedürfen.

Der Zeitaufwand für den Hilfebedarf liegt bei mindestens 90 Minuten täglich. Für die Körperpflege müssen dabei mehr als 45 Minuten entfallen.

Pflegestufe 2

"Schwerpflegebedürftige" Menschen benötigen bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens 3x täglich, zu verschiedenen Tageszeiten, Hilfe.

Der Zeitaufwand muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt wenigstens 180 Minuten betragen. Die Körperpflege muss hierbei mindestens 120 Minuten in Anspruch nehmen.

Pflegestufe 3

Zu einer "Schwerstpflegebedürftigkeit" kommt es, wenn Menschen bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich, rund um die Uhr, Hilfe benötigen.

Der Zeitaufwand für den Hilfebedarf muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt midenstens 5 Stunden betragen. Für die Körperpflege fallen wenigstens 4 Stunden an.



Leistungen der Pflegestufen

Die "Verrichtungen des täglichen Lebens", welche für die Pflegeeinstufung ausschlaggebend sind, werden im Pflegeversicherungsgesetz festgelegt:

  • Waschen, Duschen, Baden
  • Mund- und Zahnpflege, Rasieren, Kämmen
  • Blasen- oder Darmentleerung
  • das mundgerechte Zubereiten der Nahrung und Aufnahme der Nahrung
  • Aufstehen und Zubettgehen, Umlagern im Bett
  • An- und Auskleiden, Gehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

Überblick der Sachleistungen

Leistungen der Pflegekasse

Die rheinland-pfälzische Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Malu Dreyer hat schon betont: "Ambulant vor stationär". Die häusliche Pflege hat Vorrang vor einer stationären Unterbringung. Die Sachleistungen werden von dem ambulanten Pflegedienst erbracht. Zum einen gehört dazu die Grundpflege, sowie die hauswirtschaftliche Versorgung.

Pflegegeld

Wer keine Pflegesachleistungen durch ambulante Pflegedienste in Anspruch nehmen und seine Pflege selbst organisieren will, z. B. durch Angehörige, kann anstelle der Pflegesachleistungen ein Pflegegeld beziehen, gestaffelt nach der Schwere der Pflegebedürftigkeit. Als Pflegepersonen gelten dabei Personen, die nicht erwerbsmäßig einen Pflegebedürftigen mindestens 14 Stunden wöchentlich in seiner häuslichen Umgebung pflegen.

  • Pflegestufe 1: 235 €
  • Pflegestufe 2: 440 €
  • Pflegestufe 3: 700 €

Pflegesachleistung

Folgende Beiträge werden in den einzelnen Pflegestufen monatlich gezahlt:

  • Pflegestufe 1: 450 €
  • Pflegestufe 2: 1.100 €
  • Pflegestufe 3: 1.550 €

Kombinationsleistung

Das Pflegegeld sowie die Pflegefachleistungen können miteinander kombiniert werden. Wird die Pflegeperson z. B. von einer Angehörigen gepflegt und werden gleichzeitig aber durch einen ambulanten Dienst bestimmte Pflegsachleistungen erbracht, haben Sie Anspruch auf den Rest des Pflegegeldes, das durch die Pflegesachleistungen nicht aufgebraucht wurde.

Zusätzliche Betreuungsleistung

Anspruch auf diese Leistung haben Pflegebedürftige, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind, z.B. bei Demenz, geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung. Der monatliche Betrag ist abhängig des Schweregrades der Erkrankung. Der Grundbetrag liegt bei 100 €, der erhöhte Betrage bei 200 €.



Die genauen Vorraussetzungen und Leistungen der Pflegeversicherung mit ihren Einstufungen sind bei der zuständigen Pflegekasse einzuholen. Diese Angaben dienen nur der Information und stellen keine Beratung dar.